12. Vortrag: 750 Jahre Köppern

Dr. Erika Dittrich

Vor 750 Jahren wurde Köppern erstmals urkundlich im Eppsteiner Lehnsverhältnis erwähnt. Burchard Printsac erhielt von seinem Herrn Gerhard ein „Molenium in Copperno“, also eine Mühle als Lehen. Seither floss eine Menge Wasser den Erlenbach hinunter, trieb einst sogar zehn Mühlen im Ort an, um rund einem Siebtel der Bewohner Lohn und Brot zu bescheren. Die Mühlen waren nicht nur wichtiger Wirtschaftszweig, sondern später Zuflucht für Senioren, Kranke und Obdachlose, aber auch für Feinschmecker und Erholungssuchende.
Zudem kamen erfindungsreiche Pioniere, die Pilotin Tony Werntgen mit ihrem Sohn Bruno, um 1909 an der Teichmühle das erste ‚Deutsche Flugtechnische Institut‘ zu gründen. Seit fast 120 Jahren wiederum ist die Hüttenmühle Teil des ‚Waldkrankenhauses‘: 1901 gründete hier Dr. Emil Sioli eine Anstalt für „Irre und Epileptiker“. Die umliegenden Taunuswälder bieten und boten nicht nur Erholung, sondern waren sogar Orte schwerer Verbrechen. Das und warum Köppern nach dem Ersten Weltkrieg auch den Schimpfnamen „Wilddiebshausen“ erhielt, erfahren Sie in einem Bild- Vortrag im Heimatmuseum Seulberg, das zur Zeit eine Jubiläumsausstellung zu 750 Jahre Köppern zeigt.


H19_12_Köppern
© Stadtarchiv Friedrichsdorf
10,- Mitglieder (15,- Nichtmitglieder)
Di., 22. Oktober 2019
19.00 – 20.30
Heimatmuseum Seulberg, Alt Seulberg 44
max. 15
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