09. Vortrag: Vom „castra holzhusin“ zum modernen Burgholzhausen
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Dr. Erika Dittrich

Aus der wechselvollen Geschichte eines Reichsdorfes

„Holzhausen“ hieß der Ort über Jahrhunderte – wie so viele im Reich. Sein genaues Alter zu bestimmen ist daher schwierig. Nicht immer können die Urkunden eindeutig zugeordnet werden. Doch ein Schutzbrief des Erzbischofs Sigfrid von Mainz erwähnt 1222 eine castra Holzhusin, die zwischen „Kirchdorf“ (Kirdorf) und dem Erlenbach gelegen sei. Einen Kilometer vom Dorf entfernt lag eine Burg, die nicht nur 1937 den Ortsnamen ergänzte, sondern Residenz der Herren von Holzhausen war. Nach deren frühen Zerstörung zogen die Herren von Holzhausen nach Frankfurt.

Wer aber war Ortsherr von Holzhausen? Durch die wechselvolle Geschichte blieb das kleine Dorf Spielball der Mächtigen. Im 14. Jahrhundert wurde Holzhausen vom Kaiser als Reichslehen ausgegeben.
Lokalhistorisch interessant wurde es vor allem, als Erzbischof Anselm Franz von Ingelheim 1687 den Ort käuflich erwarb und seinen Neffen Reichsfreiherr Franz Adolph Dietrich von Ingelheim, genannt von Mespelbrunn, überging. Denn damit kam es zu konfessionellen Auseinandersetzungen zwischen den lutherischen Einwohnern und dem katholischem Ortsherrn. Am Ende entstanden gleich zwei neue Kirchen, gebaut von Maurermeister Dettler. Der Vortrag erzählt aber auch von Müllern und Schatzsuchern, erläutert die markanten Gebäude wie das schmucke Rathaus oder das Zollamt.

F20_09_Holzhausen
© Stadtarchiv Friedrichsdorf
11,- Mitglieder (16,- Nichtmitglieder)
Do. 07. Mai 2020
19.00 – 20.30
Heimatmuseum Seulberg, Alt Seulberg 44
max. 17
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