08a. Seminar: Die geistesgeschichtliche Welt der Renaissance
Ausgebucht!

Dieter Dorth, Dozent des „studium generale“ bei der VHS Bad Homburg

Die Epoche der Renaissance bricht mit tradierten, insbesondere kirchlichen Autoritäten und stellt zum ersten Mal, seit dem Altertum, den Menschen wieder auf sich selbst.
Dabei fand die Anknüpfung an die Antike in demjenigen Land mit der stärksten Affinität zum Altertum statt: Italien. Dort war durch die Entwicklung des kolonialen Handels und der politischen Verhältnisse, durch die Zerstückelung in zahlreiche, sich fortwährend befehdende Staaten die politisch-soziale Ordnung des Mittelalters am frühesten aufgelöst worden; dort wurden das freie Städteleben sowie eine Reihe kleiner Fürstentümer von aristokratischen Dynastien wie den Medici oder Sforza beherrscht.

Die Renaissance ist das Zeitalter des Humanismus, der Weltlichkeit, der Lebensfreude. Die positive Religion tritt in den Hintergrund, die sichtbare Umgebung, die menschlichen Leiden und Freuden treten in den Vordergrund der Betrachtung. Der neue, aufrechte, bürgerliche Mensch betritt die Bühne: Literatur (Dante, Petrarca, Boccaccio), Malerei (Vasari, da Vinci, Raffael, Michelangelo, Bottticelli) und Philosophie (Ficino, Campanella, Pico della Mirandola) entwerfen eine aufregende und zukunftsweisende Darstellung des selbstbewussten, modernen Menschen.


F19_F08a_Renaissance
Sandro Botticelli - La nascita di Venere Google Art Project © wikimedia
25,- Mitglieder (30,- Nichtmitglieder)
Do., 21. und 28. Februar 2019
19.30 - 21.00
mind. 8
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