03. Musikseminar: Kurt Weill

Bettina Höger-Loesch

Von Berlin über Paris zum Broadway

Mit dem Namen Kurt Weill verbindet sich sicherlich untrennbar die „Dreigroschenoper“ – und damit der Name Bertolt Brecht. Allerdings ist dieses Werk wahrlich nur eines von unendlich vielen aus der Feder eines nimmermüden Komponisten, dessen Ehefrau das Kompliment, sie käme doch gleich nach seiner Musik, sicherlich nur zum Teil erfreute.
In diesem Jahr feiern wir mit Weill ein Doppeljubiläum: im März jährte sich sein Geburtstag zum 125. Mal, im April folgte sein 75. Todestag. In dieser relativ kurzen Zeit hat Kurt Weill Musik von einer unglaublichen stilistischen Vielfalt erschaffen, die jedoch stets geprägt ist durch seine ganz eigenen, unverwechselbaren Klänge.
Einer Auswahl davon widmet sich unser Seminar: Wir hören Werke im Geiste der Zwölftonmusik - Weills Plan, bei Arnold Schoenberg in Wien zu studieren, scheiterte letztlich an den fehlenden finanziellen Mitteln. Auszüge aus seinen Musicals sind ebenso dabei wie Werke aus seiner ersten Zeit im Exil in Paris. Nicht nur als Sohn eines jüdischen Kantors gehörte Weill zum Feindbild der Nazis, sondern vor allem durch seine Musik, deren Texte immer wieder politisch motiviert waren. Auf dem Schiff nach New York schworen sich seine Frau Lotte Lenya und er, nie wieder Deutsch zu sprechen. Weill nahm die amerikanische Staatsbürgerschaft an. Er war wenig erfreut, wenn von ihm als „deutschem Komponisten“ die Rede war.
Dennoch dürfen Werke aus seiner Berliner Zeit, wie die „Dreigroschenoper“ und „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ in unserem Querschnitt natürlich nicht fehlen.

Am Samstag, den 6. Dezember ist ein Teil seiner Vokalwerke zu hören in Garniers Keller: „…an dem oder jenem Ort - ein Abend für Kurt Weill“ mit der Sängerin Annette Jahr und Bettina Höger-Loesch am Klavier.

61,- Mitglieder (72,- Nichtmitglieder)
Do., 23. Oktober 2025 – 4 Termine
10.00 – 12.00
In den Räumen der MbW
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