51. Vortragsreihe: Die Darstellung der Wirklichkeit in der Geschichte der abendländischen Literatur

Dr. Matthias Eigelsheimer

Seit der Antike wird von der Kunst und auch von der Literatur immer wieder gefordert, sie solle die Wirklichkeit darstellen. Die 'imitatio naturae' galt zu manchen Zeiten als die höchste Übung. Doch was ist eigentlich die 'Wirklichkeit'? Gibt es so etwas wie einen 'biblischen', einen 'antiken' oder 'mittelalterlichen Realismus? Vergleicht man die Texte verschiedener Epochen, ja manchmal die einer Epoche miteinander, so stellt man des öfteren sehr frappante Unterschiede fest. So kennt z.B. Homer weitschweifige, aber exakte Beschreibungen der die Helden umgebenden Natur und auch der technischen Apparate, während man in der Bibel solche Ausführungen vergeblich sucht. Dafür aber beschäftigen sich ihre Autoren sehr mit dem Innenleben der Menschen und dem, was sie bewegt. Wir wollen Sie auf eine kleine Entdeckungsreise mitnehmen, die zeigen soll, wie sehr von Zeit zu Zeit, von Kultur zu Kultur die Auffassungen von dem abweichen, was man andernorts 'für wichtig' hält, dass es erzählt werde. Was ist also des Bemerkens Wert?


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Der blinde Homer mit der Lyra auf dem Rücken wird geführt. Gemälde von William Bouguereau, 1874, © wikipedia
90,- Mitglieder (100,- Nichtmitglieder)
Vorträge können auch einzeln gebucht werden (Seminare 51a bis 51f)
Do. 08. Juli, Mi. 14., 28. Juli, 11., 18. August, 01. September 2021
19.00 - 20.30
in den Räumen der MbW
max. 15
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