13. Musikseminar: Astor Piazzolla und die Entwicklung des Tango.

Bettina Höger-Loesch

„Der Tango von Piazzolla hat die Augen, die Nase und den Mund von seinem Großvater, dem Tango; der Rest ist von Piazzolla“ - so beschreibt es der argentinische Schriftsteller, Wissenschaftler und Maler Ernesto Sábato.
Wir wollen den 100. Geburtstag von Astor Piazzolla (geboren am 11. März 1921) zum Anlass nehmen, nicht nur Beispiele seiner so ganz charakteristischen Musik zu hören. Wir blicken auch auf die Musik der „Großväter“, seien es Carlos Gardel, Aníbal Troilo, Osvaldo Pugliese, Juan d’Arienzo, Carlos Di Sarli, Horacio Salgán, Julio de Caro oder Osvaldo Fresedo. Was ist charakteristisch an dem jeweiligen Stil der verschiedenen Musiker? Woran erkennt man die drei Grundformen des Tango: Tango, Milonga und Valse? Welches charakteristische musikalische „Vokabular“ gibt es? Wie klingt eine Tango- Oper? Kann man eine Tango-Messe schreiben, also ein geistliches Werk in einem Stil, der seine Wurzeln im Rotlichtmilieu hat? Bis wann bleibt ein Tango noch ‚tanzbar‘?
Diesen Fragen wollen wir gemeinsam nachgehen. Ausflüge zu historischen Vorbildern (Bach, Vivaldi) und der Musik von Alberto Ginastera - Piazzollas erstem Kompositionslehrer - ergänzen unsere Reise in die Welt des Tango Argentino und runden sie zugleich ab.


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Tango, Buenos Aires, Carlos Luque © wikimedia
50,- Mitglieder (65,- Nichtmitglieder)
Do., 09., 16., 23. September und 07. Oktober 2021
10.00 – 12.00
In den Räumen der MbW
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